Dos and Don‘ts

„Dos and Don‘ts“ im Ballettsaal

Beim Balletttraining gibt es einige Regeln, die alle Kursteilnehmer beachten sollten. Einige davon dienen der Vorbeugung von Verletzungen, andere sind traditionell übermittelt und haben etwas mit Disziplin und Höflichkeit zu tun. Wir haben die wichtigsten Regeln für euch zusammengefasst:

1. Mein Platz, dein Platz?
Was am Strand ein NoGo ist, ist im Ballettsaal üblich und erwünscht: Gerade wenn ein Kurs eine hohe Teilnehmerzahl hat, „markieren“ Teilnehmer vor dem Unterricht manchmal ihren Platz, z. B. mit ihrem Handtuch. Kommen weitere Teilnehmer in den Saal, wissen Sie, dass dieser Platz an der Stange bereits belegt ist.

2. Der frühe Vogel fängt den Wurm
Idealerweise sollten die Teilnehmer schon 10 bis 15 min vor dem Training erscheinen, damit sie sich vorab aufwärmen können. Dazu eignen sich z. B. lockeres Beinschwingen und leichtes Stretching. Anfänger sollten ihren Lehrer fragen, welche Aufwärmübungen sich eignen.

3. Frischer Atem in allen Ehren …
Kaugummi kauen ist im Ballettsaal ein erklärtes NoGo. Beim Ballett tanzt der ganze Körper, sogar das Gesicht (durch die Mimik). Mit Kaugummi ist das kaum möglich, außerdem ist es nicht ungefährlich, wenn man sich daran verschluckt.

4. Zu spät?
Verspätungen sollten Ausnahmefälle bleiben. Dennoch kann es jedem kann es mal passieren, ein paar Minuten zu spät beim Unterricht zu erscheinen, z. B. weil der Bus nicht kam. Hat der Unterricht bereits vor einigen Minuten begonnen, sollte man niemals an die Stange „hechten“ und direkt einsteigen. Es ist durchaus angebracht, sich noch ein oder zwei Minuten aufzuwärmen. Dabei sollten die anderen Teilnehmer nicht gestört werden.

5. Immer in Bewegung
Während einer Ballettstunde sollte man sich niemals grundlos hinsetzen. Schon kleine Pausen, in denen die Muskeln abkühlen, erhöhen das Verletzungsrisiko signifikant. Wer eine Pause einlegen möchte, z. B. weil er sich unwohl fühlt, sollte entweder stehen bleiben oder sich auf den Boden setzen und dort – z. B. durch Stretching – in Bewegung bleiben.

6. Die Mittänzer im Blick
Damit sich bei den Übungen in der Mitte alle TeilnehmerInnen entfalten können, ist es wichtig, dass jeder einzelne Acht gibt auf den anderen: Persönliche Entfaltung ist gut, aber nicht auf Kosten anderer ;).

7. Immer in der ersten Reihe tanzen?
Wird eine Übung, z. B. das Adagio, wiederholt, sollten die TeilnehmerInnen die Plätze wechseln, damit jeder einmal vorne steht und die Chance hat, sich im Spiegel zu betrachten und Fehler zu erkennen. Das Mindeste ist, den TeilnehmerInnen in den hinteren Reihen einen Tausch anzubieten, auch wenn das Angebot letztlich nicht angenommen wird.

8. Achtung, Kollisionsgefahr!
Gerade bei schnellen Übungen in der Mitte, insbesondere beim Grand Allegro, also den großen Sprüngen, kann es passieren, dass man irgendwann den „roten Faden“ verliert. Kein Drama, wenn man sich richtig verhält. Die Grundregel lautet: Immer weiter bewegen und im Tempo der Übung nach vorne weg laufen, um die anderen nicht zu behindern! Ebenso gilt, dass man auch nach erfolgreich beendeter Übung immer nach vorne weg geht, damit man nicht die Gruppe, die unmittelbar folgt, stört.

9. Schweigen ist Gold!
Eine Unterhaltung während der Übung ist die Königsdisziplin der Unhöflichkeit. Zum Austauschen ist genug Zeit in der Pause zwischen Stange und Mitte oder in der Umkleide.